6. Tag 🇩🇪

Es ist ja unglaublich, dass nun schon fast 2000 Neugierige auf diese Seiten schauen und meinem Blog folgen. Aber ich betreibe ja auch so meine Propaganda unterwegs. Ich habe eben vor einer Stunde noch einen Rennradler getroffen, welcher schwer beeindruckt von meinen Plan und Ziel war, aber mir die erschütternde Mitteilung machte, dass die Fähre von Stephans- nach Mariaposching heute Abend nicht mehr fährt. Aber, ich brauche doch keinen Zeltplatzluxus, weil es doch hier auch so einfach traumhaft schön ist.

Hier ist eine Picknickstelle mit einigen Bänken, idyllisch gelegen, kleiner Kiesstrand, hohe Bäume und… ein Cache (GC3EB3V-Gierseilfähre). Mache ich morgen früh. Ich werde mir hier so kurz vor Passau etwas Zeit lassen. Das Fahrrad muss nach 660 km gesäubert, die Kette geölt werden und mein Hintern kann auch etwas Erholung brauchen.

Dieses in keinen Straßen- oder Schiffsverkehrsregelbuch stehende Verkehrszeichen entdeckte ich bereits gestern und hat mir ein Schmunzeln ins Gesicht gezaubert. 😊

Der heutige Tag begann sehr merkwürdig. Ich habe geschlafen wie ein Stein, Musik nebenbei laufen lassen, die immer noch duddelte, als ich gegen halb zehn munter wurde. Eigentlich bin ich durch die Hitze in meinen Zelt erwacht, ich wollte noch weiterschlafen, aber das war unmöglich. Also Frühstück im halbwegs Schatten. Jedoch fühlte ich mich komisch. Keine Ahnung! Etwas missmutig radelte ich erst gegen halb zwölf los, sammelte zwei sinnlose Dosen ein. Eine war inzwischen archiviert, obwohl noch vorhanden und in guten Zustand, vergammelt die andere. Nun, Regenburg lag nicht weit. Ich beschloss die ca. 20 km gemütlich zu radeln und mir die Stadt ein wenig anzusehen. Unterwegs noch ein Earthcache, und ein richtig schöner Biergarten. Ich weiß, dass passt ja eigentlich nicht zusammen. Aber ich habe richtig fein und lecker eine große Portion Katoffeln (🤣) mit Matjesfilet gegessen. Es wurde besser und die Stadt war schnell erreicht. Hier beginnt heute das aller zwei Jahre stattfindende Stadtfest. Aber es war noch einigermaßen ruhig und ich konnte gut mit meinen Rad durch die Altstadt bummeln.

Zum einen die Steinerne Brücke, welche die älteste an der gesamten Donau ist. Und der Regensburger Dom, ebenso wie das Münster in Ulm teilweise eingerüstet. Ein, zwei lohnenswerte Caches wurden dann bei meiner Ausfahrt aus der Stadt eingeheimst und auf dem richtig guten Donauradweg ging es mit feinsten Rückenwind in Richtung Osten.

Hier in Bayern kann man sogar unterwegs sein Handy oder auch den Akku seines E-Bikes aufladen.

Und Einkehrmöglichkeiten erst… Eine wurde dann nach 60 km genutzt. (unteres Foto)

Es ging gut voran, wenn dann auch zum Teil auf Radwegen an Straßen entlang. Aber die Landschaft war angenehm, rechts von mir die Donau und weiter nördlich in der Ferne grüßte der Bayerische Wald.

Dann kam Straubing. Und hier passierte das erste Drama meiner Reise. Ich hatte noch in einen REWE-Markt etwas zum Frühstück eingekauft, Rad fein angeschlossen, kam wieder, alles natürlich noch da, aber als ich den Tacho wieder ansteckte, passierte es. Ich hab geheult sag ich euch. 😭😭😭Alle weg, alle, alle meine schönen 640 km. Was soll ich denn jetzt nur tun? Noch mal auf Los zurück? Oh nein, und niemand da, der mich tröstet. Aber Straubing ist auch schön. Bei der Durchfahrt durch die Altstadt trockneten meine Tränen.

Und nun sitze ich hier an der Donau, schreibe euch allen meinen Bericht des Tages. Es ist jetzt tatsächlich so kühl geworden, dass ich eine lange Hose und Jacke anhabe. Ich werde gut schlafen. Gute Nacht!

Diesen schönen Brunnen entdeckte ich unterwegs in Obermotzingen. Schöner Ortsname, findet ihr auch!? 😂

5 Kommentare zu „6. Tag 🇩🇪

  1. Herrlich wie du deinen Tag 6 geschrieben hast 😀 Das klang nach einem ereignisreichen Tag. Bei dem Schild musste ich auch schmunzeln ^^ Das könnte man bei euch am Grundstück auch mit hinstellen, würde gut passen.
    Die „verlorenen“ 640km hast du ja hier zumindest aufgeschrieben. Und vielleicht bist du ja schneller als gedacht, dann kannst du diese nochmal am Ende deiner Reise mit dranhängen 😉 Auf jeden Fall hast du schöne Bilder wieder gemacht und diese sind nicht mit verloren gegangen.

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  2. Hallo Steffen,
    Wir haben gerade im Schatten auf dem Balkon sitzend deine ersten Tage an der Donau verfolgt. Ich habe vorgelesen und Kerstin die Strecke auf der Karte nachvollzogen. Es ist sehr interessant und teilweise lustig geschrieben. Ich finde es schon verrückt was Du für Strecken am Tag zurück legst und dabei noch ne Masse Caches suchst. Wir wünschen dir noch weiterhin viel Spaß und Erfolg auf deiner Reise. Ich werde jetzt regelmäßiger reinschauen. Was deine 640 km angeht, die sind doch sicher nicht ganz verloren oder ? Hast doch sicher das Garmin mitlaufen lassen.

    Vg aus EB

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    1. Hallo Micha, sehe ich dich in deinen Status, dass du dich zur Zeit in Schweden herumtreibst. Da erinnerte ich mich an deinen Kommentar vor ewigen Zeiten und, dass ich schon längst mal darauf antworten wollte. Die Trackaufzeichnung am Garmin habe ich nicht mitlaufen, weil mein Sigma-Radcomputer ein spezielles Dateiformat benutzt und eine eigene Software für die Auswertung vorhanden ist. Bei den neueren Radcomputern kann man da auch nicht mehr tricksen um wenigstens die Kilometer und in etwa die Zeit zu erstellen. Ich habe aber noch einen älteren, den Rox 10.0 von Sigma und mit dem werde ich die Kilometer in die Software händig einpflegen. Viele Grüße nach Schweden, dahin geht es für uns ab August, weiter über Norwegen, Finnland, Russland, das Baltikum und Polen in die Heimat. Aber nicht mit dem Rad.

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  3. Das war ja mal wieder ein erlebnisreicher Tag. Die Landschaft sieht toll aus und die Auflademöglichkeit für die Technik unterwegs ist genial. Deine verlorenen Kilometet auf dem Tacho sind wirklich wirklich ärgerlich. Fühl dich dafür gedrückt und getröstet. Deine Beine, dein Hintern, dein Rad und natürlich die fleißigen Leser dieses Blogs sind Zeugen von den nun fehlenden 640 km. Besonders schön finde ich das letzte Foto mit dem Brunnen 🙂 Habe nur gerätselt ob es Pferd oder Esel ist. Auf jeden Fall gefällt der mir.

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