7. Tag 🇩🇪 🇦🇹

Früh um sieben wurde es unruhig am Fluss. Lautes Getöse und Hupen brachten mich um den Schlaf. Na klar, die Fähre, aber warum es schon früh um sieben losgehen musste, am Abend aber bereits 17.30 Uhr Feierabend, ist doch nicht gerade reisefreundlich. Nun gut, nach einer halben Stunde war der Spuk vorbei und ich drehte mich noch mal um.

Gegen neun fühlte ich mich besser. Schließlich sollte es heute ein ruhiger Tag werden. Fahrradpflege war angesagt, Sachen sortieren, ein paar Dosen… Was man halt am Samstag Vormittag so erledigt. Nach dem Frühstück kamen dann auch die Hundemuggel angewackelt. Pardon, Herrchen und Frauchen führten ihre Lieblinge an den Fluss. Dabei waren alle sehr rücksichtvoll und hielten sich abseits von mir auf. Eigentlich wollte ich heute kein Rad fahren. Hä, wie jetzt, Wien, Budapest, Belgrad, Schwarzes Meer, Odessa… schon vergessen? Nun gut, noch ein schneller Multi, den ich am Abend in der Nähe entdeckte, war eigentlich kein Multi, weil ich sofort das Finale fand. Danach also die Fähre für 1,50 € genommen. Während der zehn Minuten Überfahrt hatte ich eine nette Plauderei mit einen Herrn, auch mit Fahrrad, und ein Foto.

Wetter? Na ja, passte gerade gut zu den Radklamotten, die ich an hatte. Und der Wind? Meist leicht schräg von hinten, also kein Grund das frisch geputzte Rad unterm Baum stehen zu lassen. Nächstes Ziel Deggendorf. Meine himmelblauen Flaschen waren noch leer. An einen nahen Nahkauf in der Stadt sah ich zwei Reiseradler, ebenfalls auf Einkaufspirsch. Wozu extra das Schloss heraus kramen, wenn die Aufpasser schon davor standen. Mit Ruth und Martin aus St. Gallen in der Schweiz entwickelte sich eine sehr angenehme Unterhaltung. Passau war ihr Ziel, meins etwas weiter östlich. Vielleicht hört man ja wieder voneinander…

Vor Passau gab es noch eine weitere Fährüberfahrt und den Tipp, vier Kilometer weiter den zweiten Biergarten anzusteuern. Nun gut, so tat ich es, hatte aber doch keinen Vergleich. Und dann kam Passau. Schöne Stadt, mit kleinen Gassen und einer imposanten Kulisse. Aber nur Knüppelpflaster, nicht sehr radfreundlich. Und kein Lebensmittelmarkt in Sicht. Es wurde 20 Uhr, aber Steffen hatte kein Frühstück für den nächsten Morgen. Und Wasser war auch alle. Auweia! Aber die Stadt ist schön!

Und dann? War Deutschland an der Donau durchquert. Kurz hinter Passau ein neues Land. Österreich!

Gleich nach der Grenze eine Tanke, wenigstens ein Notfallpaket für den nächsten Morgen kaufen. Dann ging es noch ca. 20 km entspannt an der B 130 in A entlang. Natürlich musste noch ein österreichischer Cache her.

Den fand ich an dieser sehenswerten überdachten Holzbrücke. Wenige Kilometer weiter dann mein heutiger Zeltplatz. Zwar an der Straße, aber viel Verkehr ist hier nicht. Zelt steht, Schlummertrunk ist alle. Ich wünsche allen eine gute Nacht.

P.S. 106 km stehen für heute auf den Tacho. Läuft gut!

3 Kommentare zu „7. Tag 🇩🇪 🇦🇹

  1. Hallo lieber Nachbar,
    sehr schönes Reisetagebuch mit tollen Bildern 😁🚵‍♂️🌞🌄.
    So anschaulich geschrieben,
    als wäre man selber mit gefahren 😎.
    Weiterhin gute, Unfall freie Fahrt mit weiteren netten Begegnungen und interessanten Erfahrungen und Erlebnissen😉.
    LG von Simone und Alexa

    Gefällt 1 Person

  2. Hallo lieber Steffen ich verfolge deine Berichte immer ganz gespannt. Ich hoffe das du weiter so gut durch kommst. Und wir uns weiter auf so tolle Berichte und Bilder freuen können. Wir wünschen dir allzeit gute Fahrt und komm gesund wieder . LG. Andrea und Sven

    Gefällt 1 Person

Hinterlasse einen Kommentar